Batterie warten

Die meisten von uns haben das schon erlebt: Statt des munteren „widi widi“ kommt nur noch ein gequältes „w-i-d-i-w...“ vom Anlasser. Besser man pflegt seine Motorradbatterie regelmäßig und trennt sich rechtzeitig von überalterten Exemplaren.

Batteriewartung am Motorrad

Die meisten von uns kennen es: Eines Morgens kommt statt des munteren „widi widi“ nur noch ein gequältes „w-i-d-i-w ...“ vom Anlasser. Die Starter-Batterie ist am Ende. Und wir genießen wieder die Annehmlichkeiten öffentlicher Verkehrsmittel, hören aufmunternde Worte vom Vorgesetzten und dürfen uns nach Feierabend in der Werkstatt amüsieren. Wer jedoch hin und wieder daran denkt seine Batterie zu pflegen, dem bleiben solche Erlebnisse meist erspart.

Die Batterie ist ein lebensnotwendiger Energiespeicher fürs Motorrad. Insbesondere wenn dieses eine Batteriezündung und keinen Zündmagneten hat, der die Motorfunktion selbständig aufrechterhalten kann.

Ernährt wird die Batterie vom Ladestrom der Lichtmaschine, der jedoch nur gespeichert werden kann, wenn sich die Batterie in einwandfreiem Zustand befindet. Das bedeutet: Die Bleiplatten in der Batterie dürfen nicht stark sulfatiert sein, was schließlich zum Plattenschluss führen kann. Das würde die Batterie unbrauchbar machen. Es muss ein ausreichender Säurestand vorhanden sein und die Batteriepole dürfen keine Oxidationsspuren aufweisen.

Bei der Entladung bildet sich Bleisulfat an den Bleiplatten. Eine geringe Sulfatierung findet also im Betrieb ständig statt. Durch das Laden wird die Sulfatierung wieder gelöst. Bei der Sulfatierung bilden sich Kristalle, die immer weiter wachsen, wenn die Batterie nicht geladen wird. Ist die Kristallschicht zu dick, kann sie auch durch das Laden nicht mehr zerstört werden, und die Batterie kann nicht mehr die volle Leistung abgeben. Daher sind lange Standzeiten und Tiefentladung auf jeden Fall zu vermeiden. Es ist auch wichtig die Batterie vollständig aufzuladen, nur so können sich die Sulfat-Kristalle wieder auflösen. Am besten ist es, wenn die Flüssigkeit, der Elektrolyt, durch Laden und Entladen ständig in Bewegung bleibt. Das verhindert das Wachstum der Sulfat-Kristalle.

Ein Digital-Multimeter oder bei Standardbatterien ein Säuretester kann über den Ladezustand Aufschluss geben. Bei einer 12 Volt Batterie deuten Werte über 12,7 Volt auf eine vollgeladene Batterie hin, 12,4 Volt auf 50 % Entladung, 12 Volt auf eine entladene Batterie. Eine bessere Diagnose liefert ein intelligentes Ladegerät. Dieses führt vor dem Laden einen Test durch und liefert ein genaues Ergebnis über den Zustand der Batterie. Es kann vorkommen, dass auch bei ausreichender Spannung die Batterie den Motor nicht zum Starten bringt, da sie sulfatiert ist und nicht mehr genügend Kraft liefert.

Befindet sich deine Batterie in schlechtem Ladezustand, ermittele die Ursache. Ist das Fahrzeug lange Zeit nur im Kurzstreckenbetrieb oder gar nicht gefahren worden, brauchst du dich über eine entladene Batterie nicht zu wundern. Dann lädst du die Batterie am Ladegerät sachgemäß wieder auf. Ist die Batterie einfach überaltert, muss sie ausgetauscht werden. Lädt sich eine neue Batterie jedoch im normalen Fahrbetrieb nicht auf, können Schäden an Lichtmaschine, Gleichrichter, Regler oder Kriechströme die Ursache sein. Frage deine Werkstatt, wenn du dieses Problem nicht selbst mit Hilfe des Handbuches lösen kannst.

Wird das Motorrad für längere Zeit (länger als 3 Monate) nicht bewegt, empfiehlt sich das Abklemmen bzw. Ausbauen der Batterie, damit diese sich nicht tiefentladen kann oder durch versteckte Verbraucher wie Alarmanlagen, Uhren, Wegfahrsperren, Navigationsgeräte etc. leergesogen wird. Am besten ist es dann, sie an ein automatisches Frischhaltegerät oder an ein intelligentes Ladegerät anzuschließen. Eine Standard-Batterie, die z. B. in der Winterpause nicht geladen wird, ist nach 4 Monaten bereits irreparabel geschädigt.

Befinden sich zahlreiche elektronische Zusatzgeräte am Fahrzeug, die nach Ausbau der Batterie wieder neu eingelesen werden müssten (Navi, Alarmsystem etc.), empfiehlt sich die Verwendung einer Ladesteckdose am Fahrzeug, die den Batterieausbau überflüssig macht. Eine wartungsfreie Batterie ist allerdings Voraussetzung hierfür.

Was für Batterien gibt es?

An Motorrädern ist vom Hersteller aus in der Regel eine Standard-Säurebatterie oder eine wartungsfreie Säurebatterie montiert. Vom Prinzip her sind alle Säurebatterien gleich: Sie bestehen aus mehreren Bleiplatten. Die Plusplatten aus Bleioxid, die Minusplatten aus Bleischwamm. Zwischen den Platten dient verdünnte Schwefelsäure als flüssige Elektrolytlösung. Dadurch, dass zwei unterschiedliche Metalle in einer Elektrolytlösung gebunden sind, wird chemische Energie, und damit elektrische Spannung, erzeugt und gespeichert. Verbindet man die Pole außerhalb der Batterie über einen Widerstand miteinander, wird die Batterie entladen, die chemische Energie wird in elektrische Energie umgewandelt und es kann Strom fließen.

Achtung: Akkumulatoren-Säure ist ätzend, deshalb ist beim Umgang mit ausgebauten Batterien Vorsicht geboten. Solltest du dennoch einmal Säure auf die Haut bekommen haben, wasche diese schnell mit viel Wasser ab. Bei Augenkontakt zusätzlich einen Arzt aufsuchen. Säurespritzer auf der Kleidung ziehen meist Löcher nach sich. Auch lackierte Teile am Bike werden von der Säure geschädigt. Rost und Säurepilz-Bildung sind die Folge. Deshalb ebenfalls gründlich mit Wasser abwaschen!

Der Säurepilz

Der Säurepilz

Standard-Säurebatterie

Dieser preisgünstige Batterietyp findet sich vor allem in älteren Motorradmodellen. Bei einer neu erworbenen Standardbatterie muss der Elektrolyt mit Säure – nicht mit Wasser! – aufgefüllt werden (Dichte 1,28 g/cm3). In Standard-Säurebatterien entstehen Gase. Sie haben deshalb eine Entlüftungsöffnung, auf die ein Schlauch aufgesteckt wird. Der Schlauch leitet die Gase dahin, wo sie keinen Schaden anrichten, meist unter den Motor. Wegen der Entlüftungsöffnung dürfen Standard-Säurebatterien nur stehend verbaut werden (Öffnung oben), sonst würde die Säure auslaufen.

Standardbatterien müssen bei geöffneten Zellen geladen werden. Damit sich im Fahrzeug kein Säurenebel niederschlägt, muss die Batterie dazu aus dem Fahrzeug ausgebaut werden.

Säuredichte messen

Säuredichte messen

Mit einem Säuretester kann man den Ladezustand überprüfen. Dazu öffnet man die Stopfen an den einzelnen Batteriezellen und saugt etwas Säure in einen Säuretester, indem man den Ansaugball zusammendrückt und dann das Ansaugrohr in die Batteriezelle einführt. Jetzt den Ansaugball entlasten und so viel Batteriesäure aufnehmen, dass der Schwimmer freischwimmt. Der Schwimmer im Testgerät gibt Aufschluss über den Ladezustand: Je schlapper die Batterie, desto geringer ist die Säuredichte und desto tiefer taucht der Schwimmer ein. Vollgeladene Batterien haben eine Säuredichte von 1,28 g/cm3, leere hingegen eine Säuredichte von 1,11 g cm3, ein Wert von 1,20 g/cm3 entspricht 50%iger Entladung.

Hinweis: Lies die Gebrauchsanleitung des Säuretesters sorgfältig durch!

Der Ladezustand der einzelnen Batteriezellen sollte möglichst gleich sein, andernfalls liegt ein Defekt vor. Daher prüfe bitte alle Zellen. 

Nach Gebrauch des Säuretesters reinigst du diesen mit Wasser. Ist der Flüssigkeitsstand einer Standardbatterie abgesunken, sind die einzelnen Batteriezellen mit demineralisiertem Wasser bis zur Maximum-Markierung aufzufüllen (etwa 1x im Monat kontrollieren). Keine Säure nachgießen, diese wird nur für die Erstbefüllung verwendet. Gäbe man später nochmals Säure zu, würde sich die Säurekonzentration in der Batterie unzulässig erhöhen. Nach Auffüllen des Flüssigkeitsstandes wird die Batterie mit dem Ladegerät nachgeladen. Während des Ladens (immer ohne Zellenverschluss-Stopfen) entstehen in der Batterie explosive Gase (Knallgas) – daher immer für gute Raumbelüftung sorgen, offenes Feuer in jeder Form von der Batterie fernhalten, nicht rauchen und darauf achten, dass keine Funken entstehen können.

Aufbau einer Standard-Säurebatterie

Aufbau einer Standard-Säurebatterie 

Aufbau einer Standard-Säurebatterie

a = Spezialseparatoren: Für höhere Startkraft und längere Lebensdauer.
bGitter aus hochstabilem Legierungsmaterial: Für maximale Startkraft und hohe Vibrationsfestigkeit.
cTrocken geladene Platten: Batterie ist bei Erstbefüllung mit dem Elektrolyt bereits vorgeladen.
dVersiegelte Pole: Längere Lebensdauer durch Schutz vor Flüssigkeitsverlust und Korrosion.
eDurchgängige Plattensatz-Verbindungen: Für höhere Startleistung.


Wartungsfreie Batterien

In der wartungsfreien Batterie liegt die Säure anders als bei der Standardbatterie gebunden vor (über ein Vlies zwischen den Bleiplatten oder als Gel). Da diese Batterien kaum Flüssigkeit durch Verdunstung verlieren, können sie nach der Erstbefüllung dauerverschlossen werden. Eine weitere Kontrolle des Füllstandes entfällt für die gesamte Dauer ihrer Nutzung. Es ist kein Entlüftungsschlauch vorhanden und die Zellen werden zum Laden am Ladegerät nicht geöffnet.

Gelbatterien und einige spezielle Mikrovliesbatterien werden bereits dauerbefüllt und -verschlossen verkauft. Die einfache wartungsfreie Batterie wird mit einem passend dimensionierten Säurepack (Säuredichte 1,32 g/cm3) ausgeliefert, welches vor der Erstnutzung eingefüllt wird. Danach wird die Batterie dann dauerverschlossen. Wartungsfreie Batterien dürfen im eingebauten Zustand im Fahrzeug aufgeladen werden, z. B. über eine Ladesteckdose. Es sollte dazu immer ein für Motorräder geeignetes Automatikladegerät benutzt werden (siehe Schraubertipp Ladegeräte).

Ist eine wartungsfreie Batterie tiefentladen, benötigt sie zur Wiederbelebung einen speziellen Lademodus. Einfache Automatikladegeräte liefern diesen nicht. Es empfiehlt sich daher die Anschaffung eines intelligenten Automatikladegerätes – so ist man gleich für alle Fälle gewappnet.

Wartungsfreie Batterien, insbesondere Gelbatterien haben eine geringere Selbstentladung als Standardbatterien und eine etwas höhere Kaltstartleistung, sie sind aber empfindlicher gegen Überladung (daher unbedingt ein für Motorräder geeignetes Automatikladegerät benutzen). Überprüfe den Regelbereich deines Spannungsreglers, wenn du die Umstellung von Standard- auf wartungsfreie Batterien erwägst.

Mikrovliesbatterien besitzen ein Sicherheitsventil, das sich öffnet, wenn ein zu hoher Strom fließt und es im Inneren zum Gasen kommt. Mikrovliesbatterien sollten nur stehend (Ventil oben) oder leicht geneigt verbaut werden und nicht über Kopf, sonst könnte auch hier Säure austreten.

AGM-Batterien sind Mikrovliesbatterien bei denen das Mikrovlies aus Glasfasermatten besteht. AGM-Batterien haben eine höhere Ladeschlussspannung von 14,7 Volt.

Reinbleibatterien sind ebenfalls Mikrovliesbatterien (MF). Im Unterschied zu normalen MF-Batterien sind, wie der Name andeutet, die Anoden- und Kathodenplatten aus reinem Blei (oder mit Zusatz von Silber). Das verringert den Innenwiderstand und dadurch kann der Strom besser fließen. Große Vorteile sind auf jeden Fall die geringe Selbstentladung und die geringe Tendenz zur Tiefentladung. Durch den Einsatz der höherwertigen Gitterplatten erhöht sich allerdings das Gewicht der Batterie.

Sowohl AGM- als auch Reinblei-Batterien haben eine sehr gute Kaltstartleistung und eine langlebige Technik.

Bei Gel-Batterien wird der Elektrolyt in Kieselsäure gebunden. So entsteht eine gelartige Masse, die nicht gasen kann. Daher können sie lageunabhängig positioniert werden. Ein weiterer Vorteil des gelartigen Elektrolyts ist, dass er die Batterie vibrationsresistent macht: Die inneren Bleiplatten können sich bei Erschütterung nicht berühren.

Aufbau einer wartungsfreien Gelbatterie

Aufbau einer wartungsfreien Gelbatterie

Aufbau einer wartungsfreien Gelbatterie

a = Spezielle Gitterbauart: Multilegierungen gewährleisten hohe Leitfähigkeit und Korrosionsbeständigkeit.
bSpezielles Aktivmaterial: Längere Lebensdauer und erhöhte Zuverlässigkeit.
cDurchgängige Plattensatz-Verbindungen: Geringerer Innenwiderstand durch kürzere Stromwege für mehr Startkraft.
dGelförmiger Elektrolyt: Auslaufsicherer, geringe Selbstentladung und sehr hohe Startkraft.


Wartungsfreie Lithium-Ionen-Batterie

Lithium-Ionen-Batterien stellen das neueste und kraftvollste an Batterietechnik dar. Sie enthalten als Zellen mehrere einzelne Akku-Packs. In denen befinden sich zwei unterschiedlichen Metallfolien als Anode und Kathode, meist Kupfer und Aluminium. Sie sind voneinander getrennt durch eine ionendurchlässige Kunststofffolie und eingebettet in lithiumhaltiges Elektrolyt, welcher nicht säure- und wasserhaltig ist, in dem die Ionen aber trotzdem wandern können.

Lithium-Ionen-Batterien haben eine sehr geringe Selbstentladung und eine hohe Lebenserwartung bei richtiger Pflege und Anwendung. Sie vertragen ca. zehnmal so viele Ladezyklen wie Blei-Batterien, sind vibrationsresistent und können lageunabhängig verbaut werden. Ihre Bauform ist vergleichsweise kompakt, ihr Gewicht extrem gering. Laden darf man sie allerdings nur mit einem speziellen für Lithium-Ionen-Batterien geeigneten Ladegerät. Extrem hohe und tiefe Temperaturen schwächen ihre Leistung, daher sollten sie nur zwischen -10 und +45 Grad Celsius eingesetzt werden.

Aufbau einer Lithium-Ionen-Batterie

Aufbau einer Lithium-Ionen-Batterie

Aufbau einer Lithium-Ionen-Batterie

a = Pol-Abdeckung: Vermeidung von Kurzschlüssen.
bBatterie-Management-System: Reguliert den Ladezustand der einzelnen Zellen und garantiert höchste Sicherheit.
cAkku-Packs: Lithium-Zellen befinden sich in diesen Packs und zeichnen sich u.a. durch hohe Energiedichte und äußerst geringe Selbstentladung aus.
dMessing-Polanschlüsse: Für beste Leitfähigkeit.
eLadezustands-Indikator: Einfaches Erkennen des Ladezustandes.
f = Nylongehäuse: Speziell entwickeltes Material und dadurch extrem widerstandsfähig.


Die 5 Todsünden der Batteriewartung

  • NICHT: Polfett zwischen Pol und Polklemme schmieren – Polfett leitet keinen Strom!
  • NICHT: Die Batterie den ganzen Winter nicht laden – spätestens alle 2 Monate nachladen.
  • NICHT: Bei gefüllten Standard-Batterien Säure nachfüllen – hierfür nimmt man demineralisiertes Wasser.
  • NICHT: Falsche Ladegeräte benutzen – je nach Batterietyp wird ein spezielles Ladegerät benötigt.
  • NICHT: Wartungsfreie Batterien öffnen – der Deckel muss geschlossen bleiben und es darf nichts nachgefüllt werden!

Wichtiges und Wissenswertes über Starterbatterien

 Batterie vorgeladen?Befüllen mit Säure?Wartung? (= regelmäßige Kontrolle des Säurespiegels?)Speicherung der Säure
Standard-BatterienJa, trocken teilgeladen. Die Batterie muss vor dem Einbau auf jeden Fall mit einem geeigneten Motorrad-Batterieladegerät vollgeladen werdenJa, die Säure muss separat bestellt werden (Batt.säure & dest.Wasser). Alle Informationen zu den Säuremengen findest du in der Beschreibung der jeweiligen Batterie.Ja! Säurepegel muss ca. einmal im Monat kontrolliert werden. Ausschließlich mit demineralisiertem (oder destilliertem) Wasser (Batt.säure & dest.Wasser), falls nötig, auffüllen. Nach der Erstbefüllung auf keinen Fall mit Säure auffüllen!Ungebunden in Zellen.
Wartungsfreie Batterien unbefüllt, inkl. SäurepackJa, trocken teilgeladen. Die Batterie muss vor dem Einbau auf jeden Fall mit einem geeigneten Motorrad-Batterieladegerät vollgeladen werden.Ja, die passende Säurepackung mit der exakten Menge Säure liegt immer der Verpackung bei. Es darf niemals andere Säure, als die aus dem in der Verpackung beiliegenden Säurepack in die Batterie eingefüllt werden!Nein, nach dem einmaligen Befüllen und Verschließen der Batterie ist diese für immer wartungsfrei und darf unter keinen Umständen geöffnet werden! Das Nachfüllen von demineralisiertem (oder destilliertem) Wasser oder Säure ist nicht mehr notwendig und absolut verboten, da dieses die Batterie zerstören würde!Gebunden im Mikrovlies.
Wartungsfreie Batterien mit Säure vorbefüllt und verschlossenJa, teilgeladen. Die Batterie muss vor dem Einbau auf jeden Fall mit einem geeigneten Motorrad-Batterieladegerät vollgeladen werden.Nein! Batterie darf unter keinen Umständen geöffnet und mit Säure befüllt werden, da sie bereits mit Säure vorbefüllt ist. Sie ist, bis auf das Laden, einbaufertig!Nein, diese Batterie ist für immer wartungsfrei! Sie darf unter keinen Umständen geöffnet werden! Das Nachfüllen von demineralisiertem (oder destilliertem) Wasser oder Säure ist bei dieser Batterie absolut verboten, da dieses die Batterie zerstören würde!Gebunden im Mikrovlies.
Wartungsfreie Batterien mit Gel-Substanz vorbefüllt und hermetisch verschlossenJa, teilgeladen. Die Batterie muss vor dem Einbau auf jeden Fall mit einem geeigneten Motorrad-Batterieladegerät vollgeladen werden.Nein! Batterie darf unter keinen Umständen geöffnet und mit Säure befüllt werden, da sie bereits mit Gel vorbefüllt ist. Sie ist, bis auf das Laden, einbaufertig.Nein, diese Batterie ist für immer versiegelt und wartungsfrei! Sie darf unter keinen Umständen geöffnet werden! Elektrolytmischung in Gel-Substanz gebunden.
Wartungsfreie Batterien mit Reinblei-TechnologieJa, teilgeladen. Die Batterie muss vor dem Einbau auf jeden Fall mit einem geeigneten Motorrad-Batterieladegerät vollgeladen werden.Nein! Batterie darf unter keinen Umständen geöffnet werden.Nein, diese Batterie ist für immer versiegelt und wartungsfrei! Sie darf unter keinen Umständen geöffnet werden!Gebunden in absorbierendem Glasvlies in Verbindung mit Reinblei-Dünnplatten. Durch die Glasvlies-Technologie ist die Säure vollständig absorbiert. Damit ist die Batterie in jeder Lage einbaubar.
Wartungsfreie Batterien mit Lithium-Ionen-TechnologieJa, teilgeladen. Die Batterie muss vor dem Einbau auf jeden Fall mit einem speziellen Lithium-Ionen-Batterieladegerät vollgeladen werden.Nein! Batterie darf unter keinen Umständen geöffnet werden. Sie enthält Trockenzellen. Sie ist, bis auf das Laden, einbaufertig.Nein, diese Batterie ist für immer versiegelt und wartungsfrei! Sie darf unter keinen Umständen geöffnet werden!Der säurefreie, lithiumhaltige Elektrolyt ist in mehreren einzelnen Akku-Packs verschweißt.

Batterie warten – so geht’s

Step 1 – Sitzbank abnehmen

Step 1: Sitzbank abnehmen

01 – Sitzbank abnehmen

Wähle die Batterie nach den Angaben des Fahrzeugherstellers bzw. nach Typenkürzel, Maßen, Spannung (6 V oder 12 V), Amperezahl, Lage der Pole und Lage der Entlüftung aus. Zuerst nimmst du die Sitzbank ab und kontrollierst vor Befüllen und Einbau noch einmal, ob die Batterie passt und sich die Pole an der richtigen Seite befinden. 


Step 2 – Zuerst das Minuskabel und dann das Pluskabel lösen

Step 2: Zuerst das Minuskabel und dann das Pluskabel lösen

02 – Kabel lösen

Löse beim Ausbau der Batterie immer erst das Minus- und dann das Pluskabel, nur so vermeidest du effektiv Kurzschlüsse zum Fahrzeugrahmen! 

Wird die Batterie am Ladegerät nachgeladen, bitte kein amperestarkes Ladegerät aus dem Autozubehör oder Baumarkt verwenden. Nur speziell für Motorradbatterien entwickelte Geräte einsetzen. Amperestarke Ladegeräte arbeiten zwar schneller, schädigen aber durch zu hohen Ladestrom die relativ kleine Motorradbatterie. 


Step 3 – Säure einfüllen

Step 3: Säure einfüllen

03 – Säure einfüllen

Standardbatterien mit Akkumulatorensäure unter Zuhilfenahme einer Batteriesäureflasche oder eines kleinen Einfülltrichters bis zur Maximum-Füllstandskennzeichnung auffüllen. Sie sollten dabei auf einem säurefesten Untergrund stehen! Die Batterie gast beim Befüllen, das ist ganz normal.

Alle Batterien sind trocken vorgeladen. Dennoch muss man die Batterie zunächst an ein Ladegerät anschließen, um sie bis zur maximalen Kapazität aufzuladen.

Bei Standardbatterien danach die Zellen ca. 2 Std. ablüften lassen, nochmals den Füllstand kontrollieren und mit den Stopfen verschließen. Vor Einbau der Batterie übergelaufene Säure sorgfältig abwaschen. 


Step 4 a – Batterie äußerlich reinigen

Step 4, Abb. 1: Batterie äußerlich reinigen

04 – Batterie reinigen

Reinige die Batterie zunächst äußerlich, denn eine Schmutzschicht kann durchaus zu Kriechströmen und Ladeverlusten führen. Dazu sprühst du die Batterie mit einem Motorrad-Komplettreiniger ein, säuberst sie mit einem Pinsel und spülst sie mit Wasser anschließend ab.

Step 4 b – Batteriepole säubern

Step 4, Abb. 2: Batteriepole säubern

Sind die Batteriepole verdreckt, säuberst du diese mit einer Messingbürste.


Step 5 – Kontaktklemmen säubern

Step 5: Kontaktklemmen säubern

05 – Kontaktklemmen säubern

Reinige auch die Kontaktklemmen der Batterie-Anschlusskabel.


Step 6 – Zuerst das Pluskabel und dann das Minuskabel befestigen

Step 6: Zuerst das Pluskabel und dann das Minuskabel befestigen

06 – Kabel anschließen

Am Fahrzeug immer erst das Plus- und dann das Minuskabel anschließen. Nicht die Pole vertauschen – dies würde nicht nur die neue Batterie schädigen, auch Generator und Bordelektrik könnten zerstört werden! 


Step 7 – Die angeschlossenen Pole einfetten

Step 7: Die angeschlossenen Pole einfetten

07 – Pole fetten

Die angeschlossenen Pole mit etwas PROCYCLE Polfett einschmieren. Bei Standardbatterien den Entlüftungsschlauch immer sorgfältig und knickfrei verlegen.


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Bitte beachten!

Bei den Schraubertipps handelt es sich um allgemeine Vorgehensweisen, die nicht für alle Fahrzeuge oder alle einzelnen Bauteile zutreffend sein können. Die jeweiligen Gegebenheiten bei dir vor Ort können unter Umständen erheblich abweichen, daher können wir keine Gewähr für die Richtigkeit der in den Schraubertipps gemachten Angaben übernehmen.

Wir danken für dein Verständnis.


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